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Exposition

Prägesaal im Zeitwechsel

Die Münzprägerei kann als das Herz jeder Münzanstalt bezeichnet werden. In der Münzprägerei gipfelt der hoch qualifizierte und technologisch sehr genaue Prozess der Bearbeitung von Münzlegierungen durch das Prägen von Münzen.
Ein Beweis der historischen Wichtigkeit der Münzprägerei für die Existenz des Staates ist die Tatsache, dass ihre gesamte Einrichtung nach den beiden Weltkriegen entweder gewaltsam ins Ausland gebracht oder vernichtet wurde.
Die Münzprägerei entstand beim Generalumbau der Münzanstalt in den Jahren 1881 - 1889 und wurde zum Bestandteil des Gebäudekomplexes, der aus der Mitte des 15. Jahrhunderts stammt. Es handelt sich um einen einzigartig erhaltenen Raum mit einem Teil der historischen Einrichtung. Ab dem Jahr 1892 nach der Einführung der österreichisch-ungarischen Währung wurde sie mit Prägemaschinen vom Typ Uhlhorn ausgestattet, die von ihrem Erfinder und Hersteller Diederich Uhlhorn aus dem deutschen Grevenbreuch geliefert wurden. Einige Maschinen stammten aus den aufgelösten Siebenbürgen-Münzanstalten in Nagy Bánya und Alba Iulia auf dem Gebiet des heutigen Rumänien. In der Münzprägerei arbeiteten nach ihrer Fertigstellung 14 Maschinen vom Typ Uhlhorn und 2 Maschinen vom Typ Loewe. Die gesamte Einrichtung wurde mittels einer bis heute erhaltenen Transmission durch eine Dampfmaschine angetrieben.
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Nach dem ersten Weltkrieg ließ die ungarische Regierung alle Maschinen in die Hauptstadt des neuen ungarischen Staates abtransportieren.
Das Ministerium der neuen Tschechoslowakischen Republik bestellte bei der Firma Vulkan Maschinenfabrik A.G. in Wien die Lieferung der Grundausstattung der Münzanstalt, deren wichtigster Bestandteil 12 Prägemaschinen mit drei Mustern waren, die gemäß dem jeweils erreichbaren Druck eingeteilt wurden: 50, 80, und 120 Tonnen.
Als erste wurde die Maschine Nr. 4 am 2. Juni 1921 in Betrieb genommen. Damals wurden die ersten Zwanzig-Heller-Münzen der ersten Tschechoslowakischen Republik geprägt.
Diese Prägemaschinen waren die ersten Maschinen überhaupt in der Münzanstalt, die mit elektrischem Strom betrieben wurden.
Mit den Maschinen der Marke Vulkan wurden ununterbrochen bis zum Jahr 1945 Münzen geprägt. Die deutsche Armee schleppte während ihres Rückzugs einen Teil der Einrichtung und die Vorräte an Münzmetallen fort und vernichtete die Prägemaschinen mit Sprengstoff.
Gleich nach der Befreiung wurde intensiv an der Rekonstruktion der gesamten Münzanstalt gearbeitet. Bereits am 26. März 1946 wurde an 10 Maschinen der Marke Vulkan und 2 Maschinen der Marke Schuller mit der Prägung von 1-Kronen-Münzen der erneuerten Tschechoslowakischen Republik begonnen.
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Mitte der sechziger Jahre wurde die Effektivität der Prägung durch das Hinzufügen einer Einrichtung zur automatischen Zuführung der Münzscheiben erhöht. So konnte ein Mitarbeiter bis zu drei Maschinen auf einmal bedienen. Zu dieser Zeit begann die Münzanstalt von Kremnica, immer mehr Münzen insbesondere für die ehemaligen Kolonialstaaten in Afrika zu prägen. Die Produktionskapazität der traditionellen Maschinen reichte nicht mehr aus, um den Bedarf zu decken. Der Maschinenpark wurde schrittweise modernisiert. Die Anzahl der Maschinen der Marke Vulkan mit einer Leistung von 70 Anschlägen pro Minute wurde allmählich verringert. In den Jahren 1977 – 1979 wurde ihre Anzahl um sechs Stück reduziert. Ab dem Jahr 1986 verwendete die ehemalige Münzanstalt der Olmützer Erzbischöfe in Kromìøíž in Mähren eine dieser Maschinen zur Prägung von Gedenkmedaillen. Die übrigen fünf Maschinen blieben an ihrem ursprünglichen Platz.
Die Prägemaschinen der Marke Vulkan wurden bereits mehrere Jahrzehnte buchhalterisch mit einem Nullwert verzeichnet. Die einfache Konstruktion mit der Möglichkeit der eigenen Instandhaltung ermöglicht auch weiterhin ihre Nutzung.
Außer den Vulkan-Maschinen wurden zur Münzprägung auch 2 Maschinen der Firma Schuller aus Göpingen in Deutschland verwendet. Diese wurden im Jahr 1974 aussortiert. Im Rahmen der Modernisierung der Maschinenausstattung der Münzprägerei kaufte die Münzanstalt 4 Prägemaschinen der belgischen Firma Raskin, mit denen die Prägung in den Jahren 1980 – 1984 endete. Ab 1969 verwendete die Münzanstalt 3 Schuller-Maschinen. Ab 1974 wurden die Prägemaschinen von der deutschen Firma Gräbener geliefert.
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Im Jahr 1984 wurde die neue Münzprägerei im Rahmen des neuen Betriebs der Münzanstalt fertig gestellt. Die Münzprägung in der alten Münzprägerei endete allmählich im ersten Halbjahr 1986. In der alten Münzprägerei blieben die letzten fünf Vulkan-Maschinen. Auf den zwei schwersten von ihnen, dem Muster Pmg, werden bis heute insbesondere militärische Auszeichnungen und Abzeichen geprägt.
Von der Achtung unserer Vorfahren vor dieser Technik zeugen auch die Gedenktafeln, die an Maschine Nr. 4 zum Gedenken an die Erneuerung der Münzprägung nach jedem der beiden Weltkriege angebracht wurden. Die Originale der Tafeln mussten aus ideologischen Gründen von der Maschine entfernt werden und sind heute Teil der Ausstellung der Nationalbank der Slowakei – Museum für Münzen und Medaillen.
Der erhaltene Komplex historischer Prägemaschinen der Marke Vulkan in den Räumen der ursprünglichen alten Münzprägerei stellt ein technisches historisches Denkmal von internationaler Bedeutung dar. Auf diesen Maschinen und in diesen Räumen wurden Milliarden von Münzen nicht nur für das eigene Land, sondern auch für eine Vielzahl von Staaten aus der ganzen Welt geprägt.
Im Jahr 2006 bereitete die Münzanstalt in den Räumen der alten Münzprägerei eine Ausstellung über Münztechnik vor. In den freien Räumen der Münzprägerei kamen Maschinen hinzu, welche die einzelnen Etappen der technologischen Vorgehensweise der Münzproduktion charakterisieren. Einer der historisch interessantesten Räume der Münzanstalt – die alte Münzprägerei – wurde somit Bestandteil des Besichtigungsweges für die Besucher der Münzanstalt von Kremnica.
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In der zweiten Hälfte des Jahres 2008 prägte Mincovna Kremnica auch die neuen slowakischen Euromünzen. Sie wurde schon in einem neuen modernen Prägesaal hergestellt, der beim Generalumbau der Produktionsflächen im ursprünglichen Gebäude im historischen Zentrum der Stadt Kremnica entstanden, wo die Münzprägeanstalt seinen Sitz seit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts hat. In den umgebauten Räumen wird eine Exposition des Münzwesens den breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Besucher können die neuen modernen Prägemaschinen direkt bei der Münzprägung sehen.
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Anmeldung einer Expositionsführung

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Die Exposition ist von Montag bis Freitag eröffnet (während der Touristensaison vom 1. Juni bis 31. August auch am Sonnabend und Sonntag). Führungsbeginn um 9:00 ,11:00 und 12:30. Führungslänge ca. 45 Minuten.
Mit Rücksicht auf den Produktionsprozess behält MK sich das Recht vor, den Besuch der neuen Prägestätte falls Instandhaltung und anderer Gründen nicht zu erlauben.
Gewünschter Termin
Gewünschte Zeit
Mitgliederzahl in einer Gruppe
min.5, max. 30 Personen pro Führung. Informieren Sie uns bitte, wenn die Zahl der Personen in einer Gruppe 30 Leute überschritt. In diesem Fall muß die Gruppe verteilt sein.
Gewünschte Sprache
Bemerkung
Hiermit melden wir verbindlich zur Führung der Exposition von Mincovòa Kremnica, š.p. an.
Die Anmeldung ist erst bei der Terminbestätigung durch Mincovòa Kremnica, š.p. verbindlich.
Eintrittspreis
Die Expositionsführung ist in zwei Teile - in den alten und neuen Prägesaal geteilt. Die Besucher können sich die Führung auswählen. Sie können nur den alten oder nur neuen Prägesaal bzw. beide Prägesäle besuchen.


Kinder
bis zu 6 Jahren
Kinder, Schüler,
Studenten
bis zu 18 Jahren
und Rentner
ErwachseneGruppe (min. 15 Personen)
Preis inkl. Jetonsfrei1 € pro Person1.70 € pro Person1.50 € pro Person
Preis inkl. Jetonsfrei1.50 € pro Person2.70 € pro Person2.50 € pro Person
Preis inkl. Jetons + DVD*4.50 € pro Person5.70 € pro Person
Preis inkl. Jetons + Kursmünzensatz**6.50 € pro Person7.70 € pro Person

Zusammen mit der Eintrittskarte bieten wir Ihnen auch *eine Präsentations- und multimediale DVD für den Sonderpreis 3,97 € (Normalpreis 4,97 €) oder **den offiziellen slowakischen Kursmünzensatz 2005 Historische Regionen der Slowakei für den Sonderpreis 1,30 € (Normalpreis 2 €).

Der Eintrittspreis ist vor Ort zu begleichen.
Wir bitten Sie, 10 Minuten vor Führungsbeginn bereits dazu sein.

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